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Roadtrip an die Front, Mai 2025

Ein Wohnmobil als Zeitmaschine — Ein fast Hundertjähriger als Kapitän.

Arno Wat­teck flüchtete als 18-Jähriger durch die Wirren des Zweit­en Weltkrieges, um die Heimat zu erre­ichen. 80 Jahre später wieder­holen wir mit ihm dieselbe Route von Süd­polen, durch Tschechien bis nach Salzburg. Fünf Tage lang reisen wir, samt Fam­i­lien­mit­glieder, Arzt und Pflegerin mit­tels einem geliehenen Wohn­mo­bil (als mobile Ruhemöglichkeit und Toi­lette) durch Tschechiens Pam­pa, um die Schau­plätze von Arnos Kriegs­geschicht­en zu besuchen.

Uns erwarten nicht nur spek­takuläre und tragis­che Geschicht­en, son­dern auch intime, kleine Momente voller Hoff­nung. Arno ist ein unglaublich authen­tis­ch­er Erzäh­ler, der es ver­ste­ht, sein Pub­likum zu fes­seln, aber auch tief zu berühren. Die Doku lebt von diesem Mix aus Spannung/Tragik und Humor/Hoffnung.

Schon im Vor­feld der Drehar­beit­en fragte ich Arno, ob er sich denn keine Sor­gen wegen der bevorste­hen­den Reise machen würde. Er antwortete ganz bes­timmt: “Nein. Das lenkt eh ein ander­er.” Als tief religiös­er Men­sch meint er natür­lich den da oben. Und tat­säch­lich … je länger wir gemein­sam unter­wegs sind, desto mehr ver­bre­it­et sich im Team die Auf­fas­sung, dass wir wom­öglich wirk­lich von mehr geführt wer­den, als nur von Google Maps. Die Straße, auf der wir unter­wegs sind, macht uns die eige­nar­tig­sten Geschenke, die der beste Pro­duk­tion­sleit­er nicht bess­er hätte ein­fädeln kön­nen. Plöt­zlich ist da ein mys­ter­iös­es Kriegsmu­se­um, direkt neben unserem Hotel, in dem wir ohne Ein­schränkun­gen spon­tan drehen dür­fen und das zu ein­er Schlüs­sel­szene des Films wer­den wird. Plöt­zlich ist da ein mys­ter­iös­es Straßen­stück, das als einziges Relikt weit und bre­it vom Rück­zug der Deutschen Wehrma­cht erzählt und eben­so eine Schlüs­sel­szene des Films wer­den wird. Plöt­zlich ist da eine tschechis­che Gitar­ren­gruppe, die sich wie aus dem Nichts in unseren Dreh­plan schle­icht und uns mit orig­ineller Musik über­rascht, die — wie kann es anders sein — zum Sound­track DER Schlüs­sel­szene schlechthin wer­den wird, näm­lich zur erlösenden Musik für das Ende des Films.

Dieses Pro­jekt — von der Finanzierung bis hin zum Dreh — ist eine einzige Reise ins Ungewisse. Und obwohl ich das als Filmemach­er nicht zum ersten Mal erlebe, erlebe ich es zum ersten Mal mit ein­er inneren Ruhe und Gelassen­heit. Es bere­it­et mir, trotz aller unbekan­nten Gefahren, die auf uns lauern, eine große Freude. Arnos Zuver­sicht färbt ganz offen­sichtlich ab. Wir haben uns auf einen Road­trip begeben und ein Road­trip ist nun ein­mal eine Fahrt ins Ungewisse. Man ken­nt nur das Ziel, was aber zwis­chen Abfahrt und Ankun­ft passiert, weiß man vorher nicht. Und dass dieser aus­ge­fal­l­ene Road­trip so gelun­gen und filmisch geglückt ist, haben wir dann wohl vielle­icht doch … keine Ahnung, aber … vielle­icht doch jemand anderem zu ver­danken …

An dieser Stelle also: Danke an Euch da oben, oder danke an die Göt­ter der Straße und Schutz­pa­trone der Reisenden, oder vielle­icht auch: Danke an die Filmgöt­ter, ihr, die ihr wacht über uns Sol­dat­en des Kinos und unsere Kam­eras führt, damit das Licht, das wir damit ein­fan­gen, voller Spiel und Geheim­nis sein möge und unsere Filme nicht nur Filme sind, son­dern kleine Fen­ster in eine bessere Welt.

- Drehar­beit­en “Road­trip an die Front”, Doku, 90 Min, Regie und Drehbuch: Simon Tasek -

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