Wochenlang am Schnittplatz …
… verbringe ich mit großer Freude, um den Dokumentarfilm “Roadtrip an die Front” zu schneiden.
Es beginnt mit einer 70-stündigen Sichtphase, um Stunden von Material zu sortieren und das Beste auszuwählen. Dann erfolgt der Schnitt, der zu Beginn des 2. Aktes zu stocken beginnt. Eine Schlüsselszene sperrt sich und es dauert über eine Woche, um ein paar Minuten richtig hinzubekommen.
Erst nachdem der Kern der Story gefunden wird, flutscht es wieder. Der Rest schneidet sich wieder wie von selbst.
Schon erstaunlich, dass man, obwohl man schon monatelang an einem Film arbeitet, immer wieder in Situationen kommt, wo man nicht weiß, was die eigentliche Geschichte ist. Eine wertvolle Lektion: Erst Drehen und Schneiden, wenn es ein Drehbuch gibt. Sonst kommt man schnell in Teufels Küche.
- Post-Produktion “Roadtrip an die Front”, Dokumentarfilm, 90 Min, Regie: Simon Tasek, Fotos: Simon Tasek/Doppelkopf Studio

